Pricing

Wie definiert man Preise für ein Produkt, welches noch nie jemand betreten konnte, ganz zu schweigen von der Tatsache, dass man mit Serviced Apartments Neuland betritt?

Das «Set» wird sich im 4-Sterne Bereich befinden. Die Preise knüpfen also etwa dort an, wo die Teufelhof-Preise aufhören. Beide Hotels zusammen – inklusive der 16 Serviced Apartments – ermöglichten eine weiter gefächerte Produkt- und Preisbandbreite, so dass man ein grösseres Zielpublikum erreichen kann. Das «Set» bietet zwei grosse Vorteile: Einerseits können wir eine «nachhaltige Marktergänzung» im gehobenen Segment bieten, andererseits generieren wir mit dem «Set» zusätzliche Kapazität für den bestehenden Teufelhof.

Die Kosten im Serviced-Apartments-Bereich sind aber geringer. Der grösste Fixkostenpunkt ist die Miete. Andere Dienstleistungen können wir weitgehend aus dem Teufelhof beziehen. Neben Gästen, die im Teufelhof keinen Platz mehr finden und mit einem Upgrade ins Nachbarhaus «vertröstet» werden, haben wir drei weitere Nachfrage-Segmente identifiziert: zum einen den individuellen Gast, der im «Set» bis zu vier Nächte bucht. Dann den Longstay-Gast ab fünf Tagen. Last but not least den sogenannten Living-Gast, der sich in einem Serviced Apartment für 30 Tage und länger einquartiert. Zum Beispiel der Frühpensionierte, im Geiste jung geblieben und auch körperlich noch auf keine medizinischen Dienstleistungen angewiesen. Die Vollpension mit kostenlosen Mahlzeiten in sämtlichen Betrieben der Wyniger Gruppe ist mit unter 10'000 Franken pro Monat preislich auf Augenhöhe mit Altersheimen an guter Lage und eine vergleichsweise attraktive Alternative.

Fixpreise für die einzelnen Kategorien gibt es nicht. Wie bereits im Teufelhof gelten auch im «Set» dynamische Preise. Die Startpreise sind eher hoch. Dafür werden sie günstiger, je länger man bleibt. Somit ist das Zimmer für den Individualgast am teuersten. Bereits ab drei Nächten gibt es einen Rabatt von rund 10 Prozent. Weitere prozentuale Verbilligungen gibt es gemäss dieser «Length-of-Stay»-Strategie nach fünf, sieben, zehn und schliesslich ab 30 Tagen, also für die Monatsmiete.

15.11.2019

Bericht "HTR Hotelrevue" vom 15.11.2018 (280KB)